Herbstsynode unseres Kirchenkreises Wesermarsch in Brake

Am 24. Oktober kam die Synode des Ev.-luth. Kirchenkreises Wesermarsch zur voraussichtlich letzten Tagung ihrer Wahlperiode zusammen. Auf der Tagesordnung standen neben verschiedenen Berichten, Rechnungsabschlüssen und Haushaltsplan Nachwahlen für ein theologisches Mitglied und ein theologisches Ersatzmitglied für die Synode der Ev.-luth. Kirche in Oldenburg an.

Zum Auftakt feierte die Synodalgemeinde einen Abendmahlsgottesdienst in der St.-Bartholomäuskirche in Golzwarden. Er wurde von Pfarrer Mario Testa geleitet, der die Gemeinden Langwarden,Tossens und Eckwarden pfarramtlich versorgt.

Im Christophorus-Haus in Brake eröffnete Kreispfarrer Jens Möllmann die Synodaltagung. In seinem Bericht zeichnete er die Entwicklung der kreiskirchlichen Arbeit in der zuende gehenden Wahlperiode nach. Dabei hob er drei Entwicklungen besonders hervor, für die die Kreissynode mit ihren Beschlüssen die Grundlage geschaffen hat: Die Bildung eines Visitationsteams, die Erstellung eines Konzeptes für die Kirchenmusik und den neu gestalteten Internetauftritt des Kirchenkreises. Diese drei Bereiche hätten sich mittlerweile sehr positiv entwickelt. Darüber hinaus nannte Möllmann die Urlauberseelsorge in Butjadingen, die neue Leitung der regionalen Dienststelle und größere Veranstaltungen wie den landesweiten Erntedanktag in Rodenkirchen oder die Festveranstaltung zum Tod von Edo Boling im Rahmen des Reformationsjubiläums 2017 als Eckpunkte für Ereignisse und Entwicklungen im Kirchenkreis in den zurückliegenden sechs Jahren.

Im Ausblick auf die Herausforderungen der neuen Wahlperiode nannte der Kreispfarrer den voraussichtlich weiteren Rückgang von Gemeindegliedern und Finanzen sowie die Umsetzung des Pfarrstellenrahmenplanes und die Gewinnung von geeignetem Personal zur Aufrechterhaltung der kirchenmusikalischen Arbeit nicht zuletzt in den Gottesdiensten. Diesen Herausforderungen müsste sich die Synode in ihrer nächsten Wahlperiode stellen.

Der Synodale Jost Richter berichtete anschließend aus der Arbeit der Landessynode. Da die Presse über die jüngste Wahl eines neuen Bischofs ausgiebig berichtet hat, beschränkte er sich auf den Bericht über die Ergebnisse der Frühjahrstagung der Synode. Dort standen die Verabschiedung des Pfarrstellenrahmenplanes und eines Maßnahmenkatalogs zur Konsolidierung des Haushaltes im Zentrum. Intensiv diskutiert wurde auch die Umstrukturierung der Jugendarbeit. Dazu sei mit knapper Mehrheit eine Verlagerung der Zuständigkeit auf die kreiskirchliche Ebene beschlossen worden. Dieser Beschluss erfordert nun jedoch noch viele Klärungen in der konkreten und sachgerechten Umsetzung. Zum Abschluss seines Berichtes dankte Jost Richter Pfarrer i.R. Joachim Tönjes für dessen langjährige und tatkräftige Vertretung der Interessen des Kirchenkreises in der Landessynode.

Nach Berichten des Kreisjugenddienstes und des Diakonischen Werkes standen die Wahlen für die theologischen Mitglieder der Synode der Ev.-luth. Kirche  in Oldenburg an. Diese wurden nach dem Eintritt von Pfarrer Joachim Tönjes in den Ruhestand notwendig. In geheimer Wahl wurden Pfarrer Dietmar Reumann-Claßen aus Blexen zum Mitglied und Pfarrer Christopher Iven zum Ersatzmitglied gewählt.

Weiterhin sollte eine Arbeitsgruppe gebildet werden, die zusammen mit dem Kreiskirchenrat einen Vorschlag zur Umsetzung des Pfarrstellenrahmenplanes ausarbeitet. In diese Gruppe wurden die Synodalen Hubert Helms (Waddens) und Sebastian Hartwig (Seefeld) sowie Pfarrerin Heike Boelmann-Derra (Nordenham) und Pfarrer Dr. Thomas Ehlert (Berne) gewählt.

Abschließend stellte der Leiter der Regionalen Dienststelle Matthias Hadeler die Jahresrechnungen für das zurückliegende Jahr für Kirchenkreis und Diakonisches Werk sowie den Haushaltsplan des Kirchenkreises für das Jahr 2019 vor. Abschlüsse wie neue Planung wurden einstimmig verabschiedet.

Dietmar Reumann-Claßen

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